Gewachsene Strukturen erhalten und fördern

Antrag in der Bezirksversammlung

Der Bau von dringend benötigtem Wohnraum führt in dicht besiedelten Gebieten immer häufiger zu Verdrängungswettbewerb. Arztpraxen, kleine Gewerbebetriebe oder Künstlerateliers müssen dem Wohnungsbau weichen. 
Die CDU fordert bei der Stadtteilentwicklung die gewachsenen Strukturen zu erhalten. 

 Antrag
der CDU-Fraktion

Stadtentwicklung voranbringen und gewachsenen Strukturen von Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur erhalten und fördern

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Sachverhalt/Fragen

Wohnungsneubau und der Erhalt bezahlbarer Mieten sind eine der großen Herausforderungen im Bezirk Eimsbüttel.

Gleichzeitig besteht die Gefahr – gerade in eng verdichteten Bereichen des Kerngebietes – dass Kleinkunstaktivitäten und wohnortverträgliches Gewerbe durch Neubauten vertrieben werden.

Wichtige und im Stadtteil etablierte Nahversorgungsbetriebe bekommen Kündigungen, um dem Neubau von Wohnungen zu weichen.

Man erlebt auch, dass Garagenanlagen zu Gunsten von Wohnungsneubauten abgerissen werden und kein adäquater Parkraum neu geschaffen wird.

Gewachsene und funktionierende Strukturen und Gemeinschaften werden hierdurch gefährdet oder gar zerstört.

Beschlussvorschlag

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel spricht sich dafür aus, die gewachsenen und gut funktionierenden Strukturen im Bezirk zu sichern, auszubauen und zu erhalten.

Ziele sind:

·        Wohnungsneubau und Ergänzungen sollen auch in Zukunft vorgenommen werden. Dabei sind frei finanzierte Wohnungen, sozial geförderte Wohnungen und Wohnungen für bestimme Bevölkerungsgruppen wie Azubis, Studenten, Alte oder Mobilitätseingeschränkte vorzusehen.

·        Alle Möglichkeiten zur Schaffung von Wohnungen, z. B. durch Dachgeschossausbau, sind zu nutzen.

·        Grünanlagen bleiben grundsätzlich unangetastet.

·        Die Geschosshöhen an Tangenten sollen erhöht werden, um dahinterliegende Wohngebiete vor Lärm zu schützen.

·        Wohnortverträgliches Gewerbe soll erhalten und deren und Entwicklungsmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden.

·        Künstlerinnen und Künstlern ist eine Zukunft im Bezirk Eimsbüttel zu ermöglichen und langfristig zu sichern.

·        Nahversorgungsbetriebe und Gewerbe sollen am Standort erhalten und gefördert werden.

Die Bezirksversammlung bekräftigt das Ziel, die oben genannten Punkte bei der Stadtentwicklung als Maßstäbe festzulegen.

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, die oben genannten Ziele bei der Stadtentwicklung im Bezirk Eimsbüttel durchzusetzen, zu fördern, zu schützen und die funktionierenden Strukturen zu erhalten.

Thomas Thomsen, Rüdiger Kuhn und CDU-Fraktion

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